Konsonanten

Konsonanten sind, wie Vokale, Laute der gesprochenen Sprache. In diesem Artikel lernst du, welche Konsonanten es im Deutschen gibt und wie du sie richtig aussprichst und benutzt.

Was sind Konsonanten?

In der deutschen Sprache gibt es verschiedene Arten von Lauten, die kombiniert gesprochene Wörter bilden.

Die 26 Buchstaben des deutschen Alphabets bilden diese Laute schriftlich ab. Ein Großteil der Buchstaben steht für Konsonanten.

Bei Konsonanten wird der Luftstrom, den du beim Sprechen erzeugst, teilweise oder vollständig bei der Aussprache blockiert. Um einen Konsonanten auszusprechen benötigst du zusätzlich mindestens einen Vokal. Darum werden Konsonanten auch Mitlaute genannt, da sie mithilfe anderer Laute (Vokale) ausgesprochen werden.

Vokale und Konsonanten

Alle deutschen Wörter werden aus Vokalen und Konsonanten gebildet. Ein Wort kann nicht nur aus Konsonanten bestehen. Es ist mindestens ein Vokal notwendig, um ein richtiges Wort zu bilden. Vokale und Konsonanten werden unterschiedlich ausgesprochen.

Bei Konsonanten wird der Luftstrom beim Sprechen zum Teil oder komplett gehemmt, sodass die Luft den Mundraum nicht einfach so verlassen kann.

Vokale werden anders gebildet. Hier wird der Luftstrom kaum oder gar nicht blockiert, sodass die Luft entweichen kann, ohne dass sie aufgehalten wird.

Dadurch entstehen verschiedene Laute, die sich in Selbstlaute (Vokale) und Mitlaute (Konsonanten) einteilen lassen.

Konsonanten – Deutsch

Die meisten Laute der deutschen Sprache sind Konsonanten. Es gibt 22 Buchstaben, um diese schriftlich abzubilden.

In der folgenden Tabelle kannst du die deutschen Konsonanten und ihre Aussprache in Lautschrift sehen.

KonsonantenLautschriftKonsonantenLautschrift
b[be:]p[pe:]
c[tse:]q[ku:]
d[de:]r[ɛɾ]
f[ɛf]s[ɛs]
g[ge:]t[te:]
h[ha:]v[fa͡ʊ]
j[jɔt]w[ve:]
k[ka:]x[iks]
l[ɛl]y[ypsilon]
m[ɛm]z[t͡sɛt]
n[ɛn]ß[ɛsˈtsɛt]

Deutsche Konsonanten – Aussprache

Wie du bereits gelernt hast, kommt es bei der Aussprache von Konsonanten zu einer Blockierung des Luftstroms, den du beim Sprechen automatisch erzeugst. Diese Art der Bildung macht sie zu Mitlauten.

Dadurch sind Konsonanten schwieriger zu bilden als Vokale. Die Bildung von Konsonanten wird im Folgenden ausführlich erklärt. Es gibt drei Faktoren, die bei der Beschreibung der Aussprache von Konsonanten wichtig sind: Artikulationsort, Artikulationsart und Stimmbeteiligung.

Artikulationsort

Der Artikulationsort beschreibt die Stelle im Rachenraum oder im Mundraum, an welcher der Sprachfluss am meisten blockiert wird. 

Im Deutschen gibt es sieben Artikulationsorte in Mund und Rachen: labial, dental, alveolar, palatal, velar, uvular und glottal.

Durch die Blockierung der Luft an unterschiedlichen Orten in Mund und Rachen, bildest du Laute, die unterschiedlich klingen.

💡 Tipp
Du kannst die Blockierung der Luft an verschiedenen Stellen ganz einfach mit den Buchstaben g und p ausprobieren.
 
Bei der Aussprache von g spürst du die Blockierung im hinteren Bereich deines Mundes. Aber bei der Bildung von p kannst du merken, dass deine Lippen sich fest schließen und dadurch den Luftstrom hemmen.

Artikulationsart

Neben dem Artikulationsort ist auch noch die Art und Weise der Aussprache sehr wichtig. Es gibt fünf verschiedene Arten und Weisen der Artikulation: Plosive, Frikative, Affrikative, Nasale und Liquide.

Die Artikulationsart legt fest, wie genau die Konsonanten mit den Sprechorganen gebildet werden. Die Sprechorgane sind die Körperteile in Mund und Rachen, die an der Sprache beteiligt sind. Zum Beispiel Lippen, Zähne und Zunge. 

Die Art und Weise, wie du diese Sprechorgane nutzt, entscheidet über den Laut, den du am Ende aussprichst. Bei nasalen Lauten wie dem [m] oder [n] schließt du den Mund beispielsweise komplett und entlässt die Luft durch deine Nase.

🎓 Merke
Plosive Laute werden auch Sprenglaute genannt. Das liegt daran, dass du bei der Aussprache von Lauten wie [p], [t], [k], [b], [d] den Luftstrom mit den Zähnen oder Lippen aufhältst und dann abrupt die Luft durch die Öffnung dieser Sprechorgane entweichen lässt. Wie bei einer Explosion.

Stimmbeteiligung

Konsonanten werden in stimmlose Laute und stimmhafte Laute unterteilt. Der Einsatz der Stimmbänder bestimmt, ob ein Konsonant stimmhaft oder stimmlos ist.

Wenn die Stimmbänder bei der Aussprache der Konsonanten aktiv sind, dann sind diese Konsonanten stimmhaft. Sind sie nicht aktiv, dann ist ein Konsonant stimmlos.

💡 Tipp
Du kannst selber testen, ob ein Konsonant stimmhaft oder stimmlos ist, indem du beim Sprechen deine Finger unter dein Kinn, an deinen Hals legst. Wenn du die Konsonanten [b], [d] und [g] richtig aussprichst, dann spürst du eine leichte Vibration mit deinen Fingern.
 
Umgekehrt kannst du auch die Laute [p], [t] und [k] ausprobieren. In diesem Fall solltest du keine Vibration spüren.

Doppelkonsonanten

Im Deutschen werden bei verschiedenen Wörtern häufig zwei Konsonanten hintereinander benutzt. Diese doppelten Konsonanten verändern die Aussprache der jeweiligen Wörter.

Beten und Betten werden unterschiedlich ausgesprochen und haben eine andere Bedeutung, obwohl sie sehr ähnlich geschrieben werden.

Beispiel
➡️ Sie beten, dass ihr Sohn gut nach Hause kommt.
Beten ist ein Verb. Es bedeutet, dass eine Gottheit angebetet wird. Nach dem Vokal e folgt der Konsonant t nur einmal, deshalb wird der Vokal lang und langsam ausgesprochen.

➡️ Die Betten im Hotel sind extrem unbequem.
Betten ist die Mehrzahl von dem Nomen Bett. Nach dem Vokal e folgt zweimal hintereinander der Konsonant t, deshalb wird der Vokal kurz und schnell ausgesprochen.

Zusammenfassung

1. Konsonanten sind Laute der gesprochenen Sprache. Sie entstehen, indem der Luftstrom bei der Aussprache zum Teil oder komplett gehemmt wird. Sie werden auch Mitlaute genannt, weil sie nicht einzeln klingen können.

2. Es gibt mehrere Faktoren, die bei der Artikulation von Konsonanten wichtig sind: Artikulationsort, Artikulationsart und Stimmbeteiligung. Die Kombination dessen legt fest, welcher Konsonant gebildet wird. 

3. Wenn zwei Konsonanten in einem Wort hintereinander benutzt werden, dann handelt es sich um Doppelkonsonanten. Sie verändern die Aussprache eines Wortes.

4. Konsonanten können alleine kein Wort bilden. Die deutsche Sprache benötigt zur Wortbildung Konsonanten und Vokale.

Häufige Fragen

Welche Konsonanten gibt es?

In der deutsche Sprache gibt es 21 Konsonanten: b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w, x, y, z.

Was ist ein Konsonanten Beispiel?

Konsonanten nennt man auch Mitlaute. Bei der Aussprache wird der Luftstrom zum Sprechen gehemmt. Der Laut kann nicht einfach, wie bei Vokalen, entweichen. Deswegen können deutsche Wörter nicht ausschließlich mit Konsonanten gebildet werden, sondern sie müssen immer zusammen mit Vokalen kombiniert werden.

Was sind die 4 Konsonanten?

Es gibt 21 Konsonanten. Die vier häufigsten Konsonanten sind n, r, t und s.

Wie viele Konsonanten gibt es?

Es gibt 21 deutsche Konsonanten: b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w, x, y, z. Sie entsprechen den meisten Buchstaben im Alphabet. Zusammen mit den 5 Vokalen bilden sie die 26 Buchstaben des Alphabets.

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