Mitlaute

Mitlaute sind Laute der gesprochenen Sprache. Sie werden auch Konsonanten genannt und die meisten Laute des Deutschen sind Mitlaute.

Was sind Mitlaute?

Mitlaute sind Laute, die nicht einzeln klingen können. Der Grund dafür ist die Art, wie du Mitlaute im Mund bildest. Bei ihrer Bildung blockierst du den Luftstrom, der du beim Sprechen erzeugst. Du blockierst den Luststrom beispielsweise durch deine Zunge oder indem du deine Lippen kurz schließt.

Es hängt von dem ausgesprochenen Konsonanten ab, wo die Luft im Mundraum blockiert wird. Wenn du Konsonanten, als Buchstaben des Alphabets, aussprichst tust du das immer mithilfe von Selbstlauten.

Beispiele
➡️ d → [de:]
➡️ k → [ka:]
➡️ q → [ku:] 

Mitlaute und Selbstlaute

Neben den Mitlauten sind auch Selbstlaute wichtige Laute der deutschen Sprache. Selbstlaute können, anders als Mitlaute, einzeln klingen. Sie werden auch Vokale genannt.

Bei der Aussprache von Selbstlauten wird der Luftstrom nicht blockiert. Die Luft kann einfach durch den Mund entweichen. Dadurch erzeugst du ein Laut, der allein klingen kann. 

Mitlaute deutsch 

Das Deutsche Alphabet hat 26 Buchstaben. Jeder Buchstabe steht für einen speziellen Laut. 21 Buchstaben des Alphabets werden in der deutschen Sprache für Konsonanten verwendet.

Konsonanten kannst du auch Mitlaute nennen, weil du sie, im Gegensatz zu anderen Lauten, nicht einzeln verwenden kannst. Um einen Konsonanten als Buchstaben auszusprechen, benötigst du einen Vokal, der gemeinsam mit dem Mitlaut betont wird (z. B. [be:] statt [b]). 

Außerdem können Mitlaute nur in Kombination mit anderen Lauten ein Wort bilden. Die meisten Wörter bestehen aus Kombinationen von Mitlauten und Selbstlauten

Die Buchstaben b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w stehen für die Mitlaute und a, e, i, o und u sind Selbstlaute. Auch der Sonderbuchstabe ß steht für einen Konsonanten, aber du findest ihn nicht im Alphabet. 

Stimmhafte und stimmlose Mitlaute

Bei Mitlauten gibt es die sogenannte Stimmbeteiligung. Dabei werden sie in stimmhafte und stimmlose Mitlaute unterteilt. Diese Unterteilung ist abhängig von den Stimmbändern.

Du kannst herausfinden, ob ein Mitlaut stimmhaft oder stimmlos ist, indem du bei der Aussprache deine Finger an deine Kehle hältst. 

Wenn du bei der Aussprache eines Mitlautes deine Stimmbänder benutzt, dann kannst du an deiner Kehle eine Vibration spüren. In diesem Fall ist der Konsonant stimmhaft. 

Beispiele
➡️ die Blume
➡️ die Gans
➡️ das Dach
Bei Konsonanten, die am Anfang eines Wortes stehen, kannst du die Stimmbeteiligung gut spüren. Die Mitlaute b, g und d sind stimmhaft. 

Wenn du bei der Aussprache eines Mitlautes keine Vibration an deiner Kehle spürst, dann benutzt du deine Stimmbänder nicht und der Konsonant ist stimmlos. 

Beispiele
➡️ die Tasche
➡️ das Kind
➡️ das Papier 
Bei der Aussprache dieser Wörter kannst du spüren, dass die Konsonanten t, k und p stimmlos sind. 

Doppelte Mitlaute

In einigen Wörtern folgen zwei gleiche Mitlaute direkt auf einen Selbstlaut. Sie kennzeichnen, dass du den Selbstlaut kurz betont musst. 

Beispiele
➡️ die Butter
➡️ das Kissen
➡️ der Himmel 

Die verdoppelten Mitlaute werden auch Doppelkonsonanten genannt. Im Deutschen kannst du nur die Mitlaute b, d, f, g, l, m, n, p, r, s, und verdoppeln.

Die Konsonanten z und k folgen zwar auch oft auf einen kurzen Vokal, aber sie werden in der Regel nicht verdoppelt. Stattdessen kombinierst du sie mit einem t und einem c.

Beispiele
➡️ das Netz
➡️ die Jack

Umlaute und Zwielaute

Du hast bereits gelernt, was Mitlaute und Selbstlaute sind. Zusätzlich gibt es in der deutschen Sprache auch noch weitere Arten von Lauten. 

Umlaute und Zwielaute sind ebenfalls ein wichtiger Teil des deutschen Lautsystems. 

Die Zwielaute [au], [eu], [ai], [ei], [äu] und [ui] bestehen aus zwei verschiedenen Selbstlauten, die zusammen bei der Aussprache einen neuen Laut bilden. 

Beispiele
➡️
das Auto
➡️ die Seife
➡️ der Beutel

Die Umlaute ä, ö und ü sind ebenfalls Selbstlaute. Sie sind aus den Vokalen a, o und u entstanden, die leicht verändert haben. Sie werden zwar ähnlich ausgesprochen wie ihre ursprünglichen Vokale, aber sie bilden trotzdem neue Laute. 

Beispiele
➡️ die Träne
➡️ die Kröte
➡️ die Küche

Zusammenfassung

1. Mitlaute sind Laute im Deutschen, die nicht einzeln klingen können und einen Selbstlaut bei der Aussprache benötigen. Du kannst sie auch Konsonanten nennen.

2. Mitlaute können entweder stimmhaft oder stimmlos sein. Die Stimmbeteiligung eines Konsonanten hängt vom Einsatz der Stimmbänder bei der Betonung ab.

3. In einigen Wörtern kommen doppelte Mitlaute vor. Diese Doppelkonsonanten kennzeichnen, dass du den Vokal, auf den sie folgen, kurz betont musst. 

4. Mitlaute und Selbstlaute sind nicht die einzigen Laute der deutschen Sprache. Daneben existieren noch Umlaute und Zwielaute, die unabhängige Laute darstellen. 

Häufige Fragen

Welche Mitlaute gibt es?

Die 22 Buchstaben b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w und ß stehen für die Mitlaute, die es im Deutschen gibt. Sie werden auch Konsonanten genannt.

Was ist ein Mitlaut Beispiel?

Mitlaute sind Laute der gesprochenen Sprache. Weil der Luftstrom, der beim Sprechen erzeugt wird, bei der Aussprache von Mitlauten im Mund blockiert wird, können sie nicht allein klingen. Mitlaute heißen im Deutschen auch Konsonanten.  

Was ist Mitlaute und Selbstlaute?

Im Alphabet stehen die Buchstaben b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, und w für Mitlaute. A, e, i, o und u sind Selbstlaute. Mitlaute und Selbstlaute werden auch Konsonanten und Vokale genannt. 

Wie erkenne ich einen Mitlaut?

Ein Mitlaut kann nicht einzeln klingen. Im Deutschen stehen die Buchstaben a, e, i, o, u, ä, ö und ü für Selbstlaute. Alle anderen Buchstaben gehören zu den Mitlauten. 

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