Selbstlaute

Selbstlaute gehören zu den Lauten der gesprochenen Sprache. Sie werden einzeln betont und werden im Deutschen auch Vokale genannt. In diesem Artikel lernst du, wie du die Selbstlaute richtig verwendest.

Was sind Selbstlaute?

In der deutschen Sprache werden die Selbstlaute durch die Buchstaben a, e, i, o und u dargestellt.

Bei ihrer Aussprache wird der Luftstrom beim Sprechen nicht blockiert, sodass die Luft einfach durch den Mund entweichen kann.

Dadurch wird nur ein einzelner Laut erzeugt. Aus diesem Grund heißen diese Laute auch Selbstlaute.

Mitlaute und Selbstlaute

Neben den Selbstlauten gibt es noch die Mitlaute. Mitlaute heißen auch Konsonanten.

Anders als bei Selbstlauten wird bei Mitlauten der Luftstrom beim Sprechen im Mund blockiert. Dadurch kann die Luft nicht einfach entweichen und es entsteht kein einzelner Laut, der alleine klingen kann. 

Du brauchst bei der Aussprache mindestens einen weiteren Vokal. Deswegen heißen diese Laute auch Mitlaute.

Es gibt keine Wörter, die ausschließlich aus Mitlauten bestehen und nur sehr wenige Wörter, die vollständig aus Selbstlauten bestehen (z. B. das Ei). Fast alle Wörter der deutschen Sprache bestehen aus Selbstlauten und Mitlauten.

Selbstlaute – lang oder kurz?

Selbstlaute musst du entweder lang oder kurz betonen. Bei vielen Wörtern musst du die Betonung der Selbstlaute auswendig lernen, weil du nicht direkt am Wort erkennen kannst, wie sie ausgesprochen werden.

Es gibt jedoch ein paar Regeln, die bestimmen, ob ein Selbstlaut lang oder kurz betont wird. Du lernst diese Regeln im folgenden Teil kennen.

Kurze Selbstlaute

Im Deutschen gibt es einen Fall, in dem ein Selbstlaut immer kurz betont wird. Wenn auf einen Selbstlaut ein doppelter Mitlaut folgt, dann wird dieser Selbstlaut kurz ausgesprochen.

Beispiele
➡️ die Tasse
➡️ der Kuss
➡️ das Wetter
➡️ die Sonne
➡️ die Stimme

Lange Selbstlaute

Für lang ausgesprochene Selbstlaute gibt es noch mehr Regeln, die du dir merken kannst.

Doppelte Selbstlaute

Manchmal stehen zwei Selbstlaute in einem Wort direkt hintereinander. Diese doppelten Selbstlaute sprichst du immer lang aus.

Nur die Selbstlaute a, e und o können verdoppelt in einem Wort auftauchen.

Beispiele
➡️ das Moos
➡️ das Haar
➡️ die Seele

Das Dehnungs-h und das silbentrennende h

Ein Selbstlaut musst du nicht nur dann lang betonen, er verdoppelt vorkommt. Manchmal folgt auf einen solchen Laut auch direkt ein h.

Dabei handelt es sich entweder um ein Dehnungs-h oder um ein silbentrennendes h.

Das Dehnungs-h steht zwischen einem Selbstlaut und einem Mitlaut. Es wird nicht ausgesprochen, sondern zeigt an, dass der Selbstlaut davor lang betont werden muss.

Beispiele
➡️ der Fehler
➡️ die Zahl
➡️ die Wohnung

Das Silbentrennende h steht zwischen zwei Selbstlauten. Es soll die Silbengrenzen kennzeichnen und zeigt an, dass beide Vokale getrennt voneinander ausgesprochen werden.

Beispiele
➡️ drehen
➡️ die Schuhe
➡️ gehen

🎓 Merke
Wenn auf einen Selbstlaut ein h folgt, dann musst du dieses immer lang betonen. Aber nicht hinter jedem lang betonten Selbstlaut steht immer ein h.

Beispiele
➡️ malen
➡️ die Krone
➡️ einsam

Zwielaute und Umlaute

Neben den Selbstlauten und Mitlauten gibt es in der deutschen Sprache noch zwei weitere Arten von Lauten: Die Zwielaute und die Umlaute.

Zwielaute bestehen aus zwei verschiedenen Vokalen, die in einem Wort direkt hintereinander stehen. Dadurch verschmelzen die Laute miteinander und bilden einen ganz neuen Laut.

Beispiele
➡️ schreiben
➡️ das Feuer
➡️ die Maus

Umlaute sind veränderte Formen der Vokale a, o und u. Diese werden im Deutschen zu ä, ö und ü, wodurch sich die Aussprache ein bisschen verändert.

Beispiele
➡️ der Käse
➡️ der Löffel
➡️ das Gemüse

🎓 Merke
Zwielaute sind keine Selbstlaute. Sie bestehen zwar aus Vokalen, aber sie bilden ganz neue Laute. Umlaute gehören allerdings auch zu den Selbstlauten.

Zusammenfassung

1. Selbstlaute sind Laute der gesprochenen Sprache, die einzeln betont werden. Der Grund dafür ist die Art der Aussprache. Hier blockierst du den Luftstrom beim Sprechen im Mund nicht, sodass die Luft einfach entweichen kann.

2. Du unterscheidest Selbstlaute von Mitlauten. Bei Mitlauten wird die Luft im Mund so blockiert, dass sie nicht alleine klingen können.

3. Selbstlaute kannst du lang oder kurz betonen. Wenn zwei gleiche Mitlaute auf einen Selbstlaut folgen, dann sprichst du diesen kurz aus.

4. Lang betonte Selbstlaute kannst du manchmal an einer Verdopplung der Vokale erkennen. Auf einen langen Selbstlaut folgt oft auch ein h. Das Dehnungs-h und das silbentrennende h zeigen an, dass der Vokal davor lang ausgesprochen wird.

Häufige Fragen

Was ist ein Selbstlaut Beispiel?

Bei der Aussprache von Selbstlauten entsteht nur ein einzelner Laut. Das liegt daran, dass die Luft bei der Aussprache einfach durch den Mund entweichen kann. Zu den Selbstlauten gehören die Vokale a, e, i, o und u.

Was sind die 5 Selbstlaute?

Die fünf Vokale a, e, i, o und u zählen im Deutschen zu den Selbstlauten und auch die drei Umlaute ä, ö und ü gehören dazu. Alle anderen Buchstaben im Alphabet beschreiben die Mitlaute.

Was sind Selbstlaute und Mitlaute?

Die Vokale a, e, i, o, u und die Umlaute ä, ö und ü sind Selbstlaute. Sie können bei der Aussprache alleine klingen. Der Rest des Alphabets besteht aus Konsonanten. Diese heißen auch Mitlaute, weil sie nicht alleine klingen können.

Wie erkenne ich Mitlaute?

Die Buchstaben b, c, d, f, g, h, j, k, l, m, n, p, q, r, s, t, v, w, ß stehen für die Konsonanten im Deutschen. Sie werden auch Mitlaute genannt, weil sie bei der Aussprache noch einen Selbstlaut benötigen.

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