Nomen-Verb-Verbindungen

Im Deutschen gibt es einige Nomen-Verb-Verbindungen, wobei die Bedeutung des Verbs auf das Nomen übertragen wird. In diesem Artikel erfährst du, was Nomen-Verb-Verbindungen sind und wie du diese anwenden kannst.

Was sind Nomen-Verb-Verbindungen?

Nomen-Verb-Verbindungen sind feste Verbindungen zwischen Nomen und Verben. Dabei wird ein vorhandenes Verb z.B bringen mit einem Nomen z.B. Erfahrung verbunden. In dieser Verbindung trägt das Nomen dann die Bedeutung und das Verb verliert den größten Teil seiner eigentlicher Bedeutung. 

Beispiele 
➡️ bringen in Erfahrung bringen
➡️ antworten eine Antwort geben 
➡️ fragen eine Frage stellen

Die Nomen-Verb-Verbindungen haben die gleiche Bedeutung wie auch die Nomen. In der deutschen Sprache werden diese Verbindungen aus Nomen und Verben häufig in der Schriftsprache verwendet. Einige werden jedoch auch umgangssprachlich benutzt. 

🎓 Merke 
In manchen Situationen stehen Nomen-Verb-Verbindungen alleine ohne Präpositionen.

Beispiel 
➡️ Fehler machen → Er macht einen großen Fehler.

🎓 Merke 
Nach der Verwendung einiger Nomen-Verb-Verbindungen musst du einen konkreten Kasus verwenden. Welche Kasus es im Deutschen gibt und wie du sie erkennst lernst du in unserem Artikel zum Thema Kasus.

Beispiel
➡️ Hilfe leisten + Dativ → Er leistet deiner Oma große Hilfe (deiner Oma steht im Dativ).

🎓 Merke 
Einige Nomen-Verb-Verbindungen benötigen eine konkrete Präposition und einen konkreten Kasus.

Beispiel 
➡️ Lust haben auf + Akkusativ → Ich habe Lust auf einen Tee. (einen Tee steht im Akkusativ)

Liste häufiger Nomen-Verb-Verbindungen

Nomen-Verb-VerbindungenPräposition + FallBedeutung 
Eine Entscheidung treffenSich entscheiden
Platz nehmenSich setzen
Einen Beruf ausübenarbeiten
Einen Fehler begehenEtwas falsch machen 
Sich Mühe geben Sich bemühen
Hoffnung haben hoffen
In Kauf nehmenakzeptieren
Hilfe leistenDat.Jemandem helfen
In Ruhe lassen Akk.Jemanden nicht stören
Bescheid gebenJemanden informieren
Einen Rat geben Dat.Tipp geben
(keine) Ahnung habenVon + Dat.(nicht) wissen
Sich Gedanken machenÜber + Akk. Nachdenken
Rücksicht nehmenAuf + Akk.Etwas berücksichtigen
Verständnis habenFür + Akk.Etwas verstehen
Sich (keine) Sorgen machenUm + Akk.Sich sorgen 
Angst habenVor + Dat. Sich ängstigen
Auf der Suche seinNach + Dat. Etwas suchen
(kein) Interesse haben An + Dat. An etwas (nicht) interessiert sein

Beispiele 
➡️ Wohin fahren wir später? Du musst endlich eine Entscheidung treffen!
➡️ Es tut mir leid, ich bin nicht in der Lage, deiner Mutter Hilfe zu leisten.
➡️ Könntest du mir einen Rat geben, ich habe ein Problem.

Zusammenfassung

1. Bei Nomen-Verb-Verbindungen wird der Inhalt vom Verb auf das Nomen verschoben, wobei das Verb den größten Teil seiner Bedeutung verliert. 

2. Nomen-Verb-Verbindungen haben die gleiche Bedeutungen wie das Nomen. 

3. Am häufigsten werden Nomen-Verb-Verbindungen in der Schriftsprache angewendet.

Häufige Fragen

Welche Verben passen zu Nomen?

Einige Verb-Nomen-Verbindungen lauten: einen Plan ausführen, begehen oder einen Fehler begehen etc.

Was sind Verb Verbindungen?

Als Nomen-Verb-Verbindungen werden zusammengesetzte Wörter bezeichnet, die aus einem Nomen und einem Verb bestehen. 

Wann schreibt man Nomen und Verb zusammen?

Nomen und Verben werden generell nicht zusammengeschrieben. Werden diese Wortgruppen jedoch nominalisiert dann, werden diese zusammengeschrieben.

Wann wird aus dem Verb ein Nomen?

Verben werden zu einem Nomen, wenn diese nominalisiert werden. Diese können am bestimmten oder unbestimmten Artikel erkannt werden. Beispielsweise kann aus dem Verb essen (Tätigkeit) das Nomen das Essen (eine Speise) werden.

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