Singular Plural

Deutsche Nomen und Verben können entweder im Singular (Einzahl) oder im Plural (Mehrzahl) stehen. In diesem Artikel lernst du, was Singular und Plural sind und wie beide Formen gebildet werden.

Was ist Singular und was Plural?

Singular und Plural sind zwei grammatische Formen, die unter dem Oberbegriff Numerus zusammengefasst werden. Der sogenannte Numerus beschreibt die Anzahl eines Wortes. Die beiden Formen werden auch Einzahl und Mehrzahl genannt.

Singular

Der Singular wird auch Einzahl genannt, weil er einzelne Lebewesen und Objekte kennzeichnet. Bei Nomen ist der Singular gleichzeitig auch die Grundform. Wenn du Vokabeln lernst, dann lernst du also bei den meisten Wörtern den Singular.

Beispiele
➡️ der Tisch
➡️ die Blume
➡️ das Mädchen

Es gibt aber auch Wörter, die nur im Singular vorkommen und keine Pluralform haben. Ein solches Singularwort wird auch Singularetantum genannt. Eigennamen sind zum Beispiel fast immer Singularwörter.

Beispiele
➡️ Hamburg
➡️ der Lärm
➡️ der Hunger

Plural

Der Plural zeigt an, dass von einem Lebewesen oder Objekt zwei oder mehr Exemplare existieren. Aus diesem Grund wird er auch Mehrzahl genannt.

Die folgenden Wortarten können den Plural bilden: Nomen, Adjektive, Artikel, Pronomen und Verben.

Die Bildung des Plurals ist bei Nomen häufig unterschiedlich. Es gibt bestimmte Regeln, die angeben, wie der Plural eines Nomens gebildet wird.

Beispiele
➡️ die Tische
➡️ die Blumen
➡️ die Mädchen

Es existieren auch Wörter, die nur im Plural vorkommen und keine Form im Singular haben. Diese Pluralwörter werden auch Pluraletantum genannt.

Beispiele
➡️ die Leute
➡️ die Eltern
➡️ die Kosten

Singular und Plural

In anderen Sprachen gibt es außer Singular und Plural auch andere Formen des Numerus. Im Deutschen existieren allerdings nur diese beiden Formen.

Bei den deklinierbaren Wortarten Nomen, Adjektive und Artikel wird der Singular meistens als Erstes gelernt. Die Bildung des Plural muss dann zusätzlich gelernt werden.

Nomen

Nomen gehören zu den zehn Wortarten der deutschen Sprache. Sie werden auch Namenwörter und Substantive genannt.

Außerdem tragen sie zusammen mit den Verben die wesentliche Bedeutung eines Satzes, da sie immer Lebewesen, Gegenstände und Eigennamen bezeichnen.

Nomen haben immer einen großgeschriebenen Anfangsbuchstaben und werden sehr oft von einem Artikel begleitet.

Beispiele
➡️ der Hund
➡️ Deutschland
➡️ das Bett

Deklination

Nomen haben ein Genus (Geschlecht) und sind deklinierbar. Das bedeutet, dass der Kasus (Fall) und der Numerus (Anzahl) verändert werden können.

Der Numerus eines Nomens ist entweder Singular oder Plural. Eine Bildung des Singulars ist nicht notwendig, weil er die Grundform eines Nomens darstellt. Für die Bildung des Plurals gibt es einige Regeln, die du dir merken kannst. Diese Regeln sind aber nicht in allen Fällen gültig und es gibt viele Ausnahmen. 

Im Folgenden wirst du einige Pluralformen und Möglichkeiten der Pluralbildung kennenlernen.

Grundregeln

Um die Bildung des Plurals bei Nomen zu erleichtern, kannst du dir vier Grundregeln zum Plural merken.

Regel 1
Männliche Nomen (Maskulinum) und neutrale Nomen (Neutrum) enden im Plural oft auf e.

Beispiele
➡️ der Tisch → die Tische
➡️ das Ziel → die Ziele
➡️ der Tag → die Tage

Regel 2
Weibliche Nomen (Femininum) enden im Plural häufig auf –en.

Beispiele
➡️ die Kultur → die Kulturen
➡️ die Zeitung → die Zeitungen
➡️ die Tradition → die Traditionen

Regel 3
Männliche und neutrale Nomen, die auf einem unbetonten el, en oder er enden, erhalten im Plural oft keine neue Endung.

Beispiele
➡️ das Segel → die Segel
➡️ der Becher → die Becher
➡️ das Becken → die Becken

Regel 4
Weibliche Nomen, die auf el oder –er enden, haben im Plural häufig die Endung –n.

Beispiele
➡️ die Regel → die Regeln
➡️ die Kartoffel → die Kartoffeln
➡️ die Feder → die Federn

🎓 Merke
Der Artikel eines Wortes wird immer zusammen mit dem Nomen dekliniert. Im Plural haben alle Nomen den Artikel „die“. Das bedeutet, dass männliche und neutrale Nomen im Plural den Artikel „die” erhalten. Bei weiblichen Nomen bleibt der Artikel im Plural gleich.

Beispiele
➡️ der Stuhl → die Stühle
➡️ das Blatt → die Blätter
➡️ die Tasse → die Tassen

Umlaute bei der Pluralbildung

Bei der Pluralbildung einiger Nomen verändern sich manchmal die Vokale a, o und u im Wortstamm, indem sie zu den Umlauten ä, ö oder ü werden. Auch für diese Fälle gibt es mehrere Regeln.

Regel 1
Wenn ein männliches Nomen im Plural auf er endet, dann verwandeln sich die Vokale im Wortstamm häufig in einen Umlaut.

Beispiele
➡️ der Wald → die Wälder
➡️ der Wurm → die Würmer
➡️ der Mann → die Männer

Regel 2
Wenn die Endung im Singular sich nicht von der Endung im Plural unterscheidet, dann bekommen männliche Nomen bei der Pluralbildung meistens einen Umlaut im Wortstamm.

Beispiele
➡️ der Vogel → die Vögel
➡️ der Mantel → die Mäntel
➡️ der Vater → die Väter

Regel 3
Wenn ein männliches Nomen im Plural auf einem e endet, dann verwandeln sich die Vokale im Wortstamm oft in einen Umlaut.

Beispiele
➡️ der Turm → die Türme
➡️ der Schrank → die Schränke
➡️ der Block → die Blöcke

Regel 4
Wenn ein neutrales Nomen im Plural auf er endet, dann hat es im Wortstamm meistens einen Umlaut.

Beispiele
➡️ das Fass → die Fässer
➡️ das Horn → die Hörner
➡️ das Buch → die Bücher

Regel 5
Wenn sich die Endungen im Singular und Plural nicht unterscheiden, dann hat ein weibliches Nomen im Plural einen Umlaut im Wortstamm.

Beispiele
➡️ die Tochter → die Töchter
➡️ die Mutter → die Mütter

Regel 6
Ein weibliches Nomen hat im Plural oft einen Umlaut im Wortstamm, wenn es im Plural auf e endet.

Beispiele
➡️ die Kraft → die Kräfte
➡️ die Hand → die Hände
➡️ die Maus → die Mäuse

🎓 Merke
Die beschriebenen Regeln sind eine gute Grundlage, um den Plural im Deutschen zu lernen. Aber leider treffen sie nicht auf alle Wörter zu und manchmal widersprechen sich die Regeln sogar. Bei vielen Vokabeln musst du die Pluralform gemeinsam mit der Singularform auswendig lernen.

Zusammenfassung

1. Singular und Plural sind zwei grammatische Formen. Sie werden auch Einzahl und Mehrzahl genannt und unter dem Oberbegriff Numerus zusammengefasst.

2. Nomen, Verben, Adjektive, Pronomen und Artikel haben einen Numerus und können entweder im Singular oder im Plural stehen.

3. Der Singular bezeichnet einzelne Gegenstände und Lebewesen. Der Plural bezeichnet Lebewesen und Gegenstände, von denen es mehrere Exemplare gibt.

4. Es gibt sogenannte Singularetantums und Pluraletantums. Dabei handelt es sich um Singuarwörter und Pluralwörter. Singularwörter können nur im Singular stehen und haben keine Pluralform. Pluralwörter haben keinen Singular und kommen nur im Plural vor.

5. Bei der Deklination werden Nomen in Kasus und Numerus verändert. Für die Bildung des Plurals von Nomen gibt es im Deutschen einige Regeln. Allerdings können diese nicht auf alle Nomen angewendet werden, deshalb muss der Plural auch oft auswendig gelernt werden.

Häufige Fragen

Wie nennt man Singular und Plural?

Singular und Plural sind zwei grammatische Formen, die zu dem Oberbegriff Numerus gehören. Der Numerus beschreibt die Anzahl eines Nomens. Singular und Plural werden auch Einzahl und Mehrzahl genannt.

Was ist Singular Beispiel?

Der Singular ist die Einzahl eines Wortes. Er bezeichnet einzelne Lebewesen und Objekte. Zum Beispiel: der Hund, der Tisch, das Haus, die Lampe.

Was versteht man unter Singular?

er Singular wird auch Einzahl genannt. Er beschreibt Lebewesen und Objekte, die nur einmal vorkommen. Bei Nomen ist der Singular meistens die unveränderte Grundform des Wortes.

Was ist ein Plural Beispiel?

Der Plural ist die Mehrzahl eines Wortes. Er kennzeichnet, dass von einem Lebewesen oder Objekt mehrere Exemplare existieren. Zum Beispiel: die Hunde, die Tische, die Häuser, die Lampen.

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