Reflexivpronomen 

Bei Reflexivpronomen handelt es sich um Pronomen, die sich auf das Subjekt des Satzes beziehen. In diesem Artikel lernst, was genau diese sind und wie du sie verwenden kannst. 

Was sind Reflexivpronomen?

Du brauchst Reflexivpronomen, wenn das Subjekt deines Satzes, durch seine oder ihre Handlung selbst beeinflusst wird. Reflexivpronomen beziehen sich, demnach, immer auf das Subjekt eines Satzes, also auf die handelnde Person. Wann du ein solches Pronomen brauchst ergibt sich aus dem Kontext des Satzes. Es gibt jedoch auch bestimmte Verben, nach denen du immer ein Reflexivpronomen benutzen musst. 

Beispiel
➡️ Mohammed freut sich schon sehr auf unsere Reise.
➡️ Dein Cousin hat mir ein Geschenk gegeben.

Die deutschen Reflexivpronomen lauten mich, mir, dich, dir, sich, uns und euch. Du benötigst sie immer nach reflexiven Verben und reziproken Verben

Deklination von Reflexivpronomen

Reflexivpronomen müssen genauso wie andere deutsche Pronomen dekliniert werden.

Du passt Reflexivpronomen immer an das Subjekt des Satzes an. Dementsprechend muss das Pronomen dieselben grammatischen Informationen haben wie das Subjekt. Das Subjekt enthält Informationen über das grammatische Geschlecht (maskulin, feminin, Neutrum), seine Anzahl (Einzahl, Mehrzahl) und den Kasus in dem es steht (Nominativ, Genitiv, Dativ, Akkusativ).

Diese Übereinstimmung der grammatischen Informationen wird Deklination genannt.

💡 Tipp
Sollest du dir unsicher sein bei dem Begriff Kaszs dann lies dir gerne unseren Artikel zum Thema Kasus durch.

Reflexivpronomen können nur im Dativ und Akkusativ stehen, da sie nur bestimmte Funktionen in einem Satz erfüllen. Sie das Objekt des Satzes und beziehen sich auf das Subjekt.

Tabelle der Deklination 

KasusIchDuEr/Sie/EsWirIhrSie
Dativmirdirsichunseuchsich
Akkusativmichdichsichunseuchsich

🎓 Merke 
Die Pronomen für die verschiedenen Kasus ändern sich nur in der ich und du Form, sonst sind sie im Dativ und Akkusativ identisch.

Beispiele
➡️ Ich finde, mir steht das Oberteil nicht. (Dativ)
➡️ Ich lasse mich überraschen. (Akkusativ)
➡️ Wir finden, uns steht das Oberteil nicht. (Dativ)
➡️ Wir lassen uns überraschen. (Akkusativ)

Reflexive Verben und Reflexivpronomen

Bei reflexiven Verben handelt es sich um Verben, die sich auf das Subjekt beziehen. Generell verwendest du in diesen Fällen das Reflexivpronomen im Akkusativ.

Beispiele
➡️ Ich sehe mich selbst in den Fotos an. 
➡️ Du siehst dich im Spiegel an.

Wenn ein Verb zwei Objekte gleichzeitig benötigt, dann ist eins davon das Reflexivpronomen. Dabei steht das Reflexivpronomen immer im Dativ. Dies ist der Fall bei Verben wie glauben, schenken, beibringen und wünschen.

Beispiel 
➡️ Er wünscht mir Glück bei meinem Turnier.
Wem oder was wünscht er Glück? Mir. (Dativ)

💡 Tipp
Wenn du mehr über Reflexive Verben lernen möchtest, dann schau dir gerne unseren Artikel zum Thema Reflexive Verben an.

Reziproke Verben und Reflexivpronomen

Reziproken Verben verwendest du, wenn zwei Personen eine Handlung ausführen. 

In diesen Situationen steht dabei das Reflexivpronomen immer im Plural und bedeutet einander oder miteinander. Es handelt sich dabei um Verben, wie sich küssen, sich beraten mit, oder sich anfreunden mit.

Beispiele
➡️ Sie küssen sich.
➡️ Wir beraten uns mit unserem Anwalt.
➡️ Sie freunden sich mit den Nachbarn an.

Zusammenfassung

1. Die Reflexivpronomen sind mich, mir, dich, dir, sich, uns und euch und werden immer nach reflexiven und reziproken Verben verwendet.

2. Reflexivpronomen beziehen sich auf das Subjekt des Satzes.

3. Sie müssen dekliniert werden, das heißt, du musst sie immer an das Subjekt anpassen.

Häufige Fragen

Wie erkennt man ein Reflexivpronomen?

Reflexivpronomen beziehen sich auf das Subjekt im Satz und sie stehen im Dativ oder Akkusativ.

Was sind Reflexivpronomen einfach erklärt?

Mithilfe von Reflexivpronomen kannst du ausdrücken, dass sich ein Geschehen oder eine Handlung auf die handelnde Person selbst zurückbezieht.

Was ist ein Reflexivpronomen Beispiel?

Die Reflexivpronomen sind mich, mir, dich, dir, sich, uns und euch. Beispiel: Ich umarme mich selbst.

Wie heißen die Reflexivpronomen?

Die Reflexivpronomen im deutschen lauten: mich, mir, dich, dir, sich, uns und euch.

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