Akkusativobjekt

Das Akkusativobjekt ist ein erweiterndes Satzglied. Es kann zusätzlich zum Subjekt und zum Prädikat im Satz vorkommen. In diesem Artikel lernst du, wie du das Akkusativobjekt erkennst und wann du es benutzt.

Was ist ein Akkusativobjekt?

Das Akkusativobjekt wird auch direktes Objekt genannt. Es handelt sich dabei um ein Objekt, das im vierten Fall (Akkusativ) steht. Objekte sind ergänzende Satzglieder, die vom Verb eines Satzes gefordert werden können. Das Akkusativobjekt bezeichnet oft das Ziel einer Handlung und besteht entweder aus einzelnen Pronomen und Nomen oder ganzen Wortgruppen.

Dativobjekt und Akkusativobjekt

Das Dativobjekt und das Akkusativobjekt kommen im Deutschen am häufigsten vor. Sie kommen auch häufig zusammen in einem Satz vor.

Das Dativobjekt hat den Kasus (Fall) Dativ und wird auch indirektes Objekt genannt. Dabei bezeichnet es den Empfänger eines Gegenstandes, einer Handlung oder eines Vorgangs.

Beispiele
➡️ Max schenkt seiner Mutter Blumen.
➡️ Lisa gibt dem Pferd eine Karotte.

Das Akkusativobjekt hat den Kasus Akkusativ und wird auch direktes Objekt genannt. Es bezeichnet das Ziel einer Handlung.

Beispiele
➡️ Lisa streichelt den Hund.
➡️ Max gießt die Blumen.

Beide Objekte können aus Pronomen, Nomen, Nominalgruppen oder Nebensätzen bestehen. Das bedeutet, dass direkte und indirekte Objekte auch mehrere Wörter beinhalten können.

Im Satz steht das Dativobjekt normalerweise vor dem Akkusativobjekt. Ausnahmsweise, wenn das Akkusativobjekt einen bestimmten Artikel hat und besonders betont werden soll, oder wenn es sich bei beiden Objekten um ein Pronomen handelt, dann steht das Akkusativobjekt vor dem Dativobjekt.

Beispiele
➡️ Lisa bringt dem Hund das Futter.
➡️ Lisa bringt das Futter dem Hund.
➡️ Lisa bringt es ihm.

Akkusativobjekt Frage

Im Deutschen gibt es vier verschiedene Arten von Objekten und alle können mit unterschiedlichen Fragen bestimmt werden. Das Akkusativobjekt bestimmst du mit den Fragen „Wen?” oder „Was?”.

Wenn du dir nicht sicher bist, welches Satzglied das Akkusativobjekt ist, dann kannst du den Satz in die passende Frage umformulieren. Die Antwort auf diese Frage entspricht dem direkten Objekt.

Beispiel
➡️ Lisa streichelt den Hund.
Wen streichelt Lisa? Den Hund.
Den Hund” ist in diesem Fall das Akkusativobjekt des Satzes.

Akkusativobjekt Beispiel

Ein Akkusativobjekt besteht häufig aus einem Nomen oder Pronomen. Es kann aber auch aus mehreren Wörtern oder sogar einem ganzen Nebensatz bestehen. Im Folgenden lernst du die vier Möglichkeiten ein Akkusativobjekt zu bilden.

Nomen als Akkusativobjekt

Nomen bezeichnen Eigennamen, Gegenstände und Lebewesen. Sie gehören zu den Zehn Wortarten und werden sehr häufig als Subjekte und Objekte verwendet. Auch Akkusativobjekte sind sehr häufig Nomen.

Beispiele
➡️ Max füttert den Vogel.
➡️ Lisa gießt die Blumen.

Pronomen als Akkusativobjekt

In der deutschen Sprache gibt es viele verschiedene Arten von Pronomen. Mit ihnen kannst du bestimmte Nomen in einem Satz ersetzen. Dadurch wiederholst du nicht immer dieselben Wörter und dein Sprachgebrauch verbessert sich. 

Objektpronomen sind eine Art von Pronomen, die für Objekte verwendet werden können. Es gibt direkte und indirekte Objektpronomen. Akkusativobjekte bestehen immer aus direkten Objektpronomen.

Beispiele
➡️ Max füttert den Vogel. → Max füttert ihn.
➡️ Lisa gießt die Blumen. → Lisa gießt sie.

Nominalgruppen als Akkusativobjekt

Ein Akkusativobjekt kann auch aus mehreren Wörtern bestehen, zum Beispiel aus einer Nominalgruppe. Nominalgruppen bestehen aus Nomen, die durch weitere Wörter ergänzt werden. Zu einer Nominalgruppe gehören meistens ein Artikel, ein Nomen und einige Attribute.

Das Nomen ist der Kern der Nominalgruppe und bestimmt seine grammatikalischen Eigenschaften. Nominalgruppen können für Akkusativobjekte benutzt werden.

Beispiele
➡️ Max füttert den kleinen Vogel.
➡️ Lisa gießt die Blumen ihrer Nachbarin.

Nebensätze und Infinitivkonstruktionen als Akkusativobjekt

Es können auch ganze Sätze als Akkusativobjekte eingesetzt werden. Wenn du dann nach dem direkten Objekt mit „Wen?” oder „Was?” fragst, dann erhältst du sogar einen Nebensatz mit mehreren Wörtern als Antwort.

Beispiel
➡️ Lisa zeigt ihrer Großmutter, wie ein Computer funktioniert.
Was zeigt Lisa ihrer Großmutter? Wie ein Computer funktioniert.

Ein Akkusativobjekt kann auch eine Infinitivkonstruktion sein. Infinitivkonstruktionen haben oft die Funktion eines Nebensatzes. Dabei beinhalten sie ein Verb, das im Infinitiv (Grundform) steht und es wird meistens mit „zu” gebildet.. Diese Infinitivsätze können ebenfalls direkte Objekte sein.

Beispiel
➡️ Lisa hofft, den kleinen Vogel zu sehen.

Verben mit Akkusativobjekt

Nicht jedes Verb fordert ein Akkusativobjekt, deswegen kommt es auch nicht in jedem Satz vor. Es gibt allerdings Verben, die ein direktes Objekt fordern können.

Transitive Verben brauchen normalerweise ein Akkusativobjekt im Satz. Transitivität ist ein grammatisches Merkmal, dass ein Verb erhält, wenn es im Satz ein Subjekt und ein direktes Objekt fordert.

Beispiele
➡️ essen: Lisa isst einen Apfel.
➡️ sehen: Max sieht einen Vogel.
➡️ schreiben: Lisa schreibt eine Geschichte.

Zusammenfassung

1. Das Akkusativobjekt ist ein Satzglied und kann ergänzend zu dem Subjekt und dem Prädikat auftauchen. Es bezeichnet oft das Ziel einer Handlung und steht immer im Akkusativ, dem vierten Fall.

2. Das Dativobjekt und das Akkusativobjekt kommen am häufigsten in der deutschen Sprache vor. Sie werden auch indirektes Objekt und direktes Objekt genannt und können zusammen in einem Satz stehen.

3. Du kannst das Akkusativobjekt mit den Fragen „Wen?” oder „Was?” bestimmen. Die Antwort auf diese Fragen ist das direkte Objekt des Satzes.

4. Es gibt vier Möglichkeiten ein Akkusativobjekt zu bilden. Nomen, Pronomen, Nominalgruppen und Nebensätze können für direkte Objekte verwendet werden. Ein Akkusativobjekt kann also aus mehreren Wörtern bestehen.

5. Im Deutschen gibt es einige Verben, die ein Akkusativobjekt brauchen. Es existieren jedoch auch Verben, die ein Akkusativobjekt fordern können, aber dieses nicht unbedingt benötigen. Verben mit Akkusativobjekt werden auch transitive Verben genannt.

Häufige Fragen

Was ist ein Akkusativobjekt Beispiel?

Ein Akkusativobjekt ist ein Satzglied, das von dem Verb eines Satzes gefordert werden kann. Es bezeichnet normalerweise das Ziel einer Handlung. In dem Satz „Lisa streichelt den Hund” entspricht das Satzglied „den Hund” dem Akkusativobjekt.

Welche Wörter sind ein Akkusativobjekt?

Ein Akkusativobjekt kann aus einem einzelnen oder aus mehreren Wörtern bestehen. Nomen, Pronomen, Nominalgruppen und Nebensätze können Akkusativobjekte sein.

Wie erkennt man das Akkusativobjekt?

Das Akkusativobjekt ist in der Regel das Ziel einer Handlung. Du kannst es mit den Fragen „Wen?” oder „Was?” bestimmen. Das direkte Objekt ist sehr häufig ein Nomen oder ein Pronomen und steht immer im vierten Fall (Akkusativ).

Wie fragt man nach dem Akkusativobjekt?

Du kannst das Akkusativobjekt mit den Fragen „Wen?” oder „Was?” bestimmen. Normalerweise bezeichnet das Akkusativobjekt das Ziel einer Handlung.

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