Nominativ

Der Nominativ ist der erste Kasus der deutschen Sprache. In diesem Artikel lernst du, wie du ihn verstehen und anwenden kannst. 

Was ist der Nominativ?

In der deutschen Sprache gibt es vier verschiedene Kasus: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. Mithilfe dieser Kasus können Beziehungen zwischen den einzelnen Satzgliedern eines Satzes dargestellt werden. 

💡 Tipp
Wenn du wissen möchtest, was ein Satzglied genau ist, wie du es bestimmten kannst und welche Satzglieder es in der deutschen Sprache gibt, dann schau dir gerne unseren Artikel zum Thema Satzglieder bestimmen an.

Um die Kasus in einem Satz zu bestimmen, musst du die Fragewörter der vier Kasus kennen. Diese lauten: 

1. „Wer oder was” (Nominativ
2. „Wessen” (Genitiv)
3. „Wem oder was” (Dativ
4. „Wen oder was” (Akkusativ

Nominativ – Beispiel

Der Nominativ ist der erste Fall und wird auch der Wer-Fall genannt. Die Nominativ-Frage lautet: „Wer oder was” und gibt an, in welcher Beziehung das Nomen zu den anderen Satzelementen steht. 

Beispiel
➡️ Der Hund läuft am Rand der Straße.
Wer oder was läuft am Rand der Straße? Der Hund.

🎓 Merke
In einem Satz steht das Subjekt immer im Nominativ. Der Nominativ ist die Grundform des Nomens.

Nominativ – Fragewort

Wenn nach dem Subjekt gefragt wird, lautet die Nominativ-Frage Wer oder was? Damit kannst du nach der Person fragen, die im Satz etwas macht. 

Beispiel
➡️ Das Kind spielt auf dem Spielplatz.
Wer oder was spielt auf dem Spielplatz? Das Kind 

Die Antwort auf die Frage Wer? ist immer die handelnde Person. Wenn das Subjekt im Satz eine Sache ist, lautet die Nominativ-Frage Was?

🎓 Merke
Die Fragestellung steht immer in der 3.Person.Singular. 

Beispiele
➡️ Was ist groß? 
Das Haus.

➡️ Was ist gelb? 
Die Sonne.

Nominativ – Deklination 

Wenn das Subjekt eines Satzes aus mehr als nur dem Nomen besteht, so müssen die weiteren Elemente des Satzgliedes ebenfalls dekliniert werden. Das Nomen kann durch Artikel und/oder Adjektive verlängert werden.

Als Deklination wird die Anpassung von Worten an den Kasus des Satzgliedes und an das grammatikalische Geschlecht und die Anzahl des Nomens bezeichnet. Alle Elemente eines Satzgliedes müssen dieselben grammatikalischen Informationen tragen.

MaskulinFemininNeutrum Plural
Bestimmter Artikel + Adjektiv + NomenDer große HundDie große KatzeDas große HausDie schönen Schmetterlinge
Unbestimmte Artikel + Adjektiv + NomenEin großer Hundeine große KatzeEin großes HausSchöne Schmetterlinge

Deklination von Possessivpronomen
Pronomen die das Satzglied im Nominativ ersetzen, müssen ebenfalls angepasst werden.  

IchDuErSieEsWirIhrSie
maskulin/Neutrummeinsdeinsseinsihresseinsunsereseuersihres
feminin/Pluralmeinedeineseineihreseineunsereeureihre

Zusammenfassung

1. Es gibt vier Kasus in der deutschen Sprache: Nominativ, Genitiv, Dativ und Akkusativ. 

2. Der Nominativ ist der Wer-Fall und seine Nominativ-Frage lautet „Wer oder was?“

3. Mithilfe des Nominativs wird das Subjekt des Satzes beschrieben (die Sache oder Person die handelt), die handelt oder über die gesprochen wird.

4. Wenn du nach dem Subjekt fragt, lautet die Nominativ-Frage Wer? Wenn es sich bei dem Subjekt im Satz um eine Sache handelt, lautet die Nominativ-Frage Was?

5. Alle Elemente des Satzgliedes werden an den Nominativ angepasst (Deklination). 

Häufige Fragen


Was ist ein Nominativ einfach erklärt?

Der Nominativ wird auch der Wer-Fall bezeichnet und beschreibt den ersten Fall des Kasus. Mithilfe des Nominativs wird das Subjekt im Satz gekennzeichnet. 

Was ist ein Nominativ Beispiel? 

Ein Beispiel könnte sein „Der Hund spielt mit dem Ball.” Die Nominativ-Frage würde dann lauten „Wer oder was spielt mit dem Ball?” Antwort: Der Hund.

Wie bildet man den Nominativ?

Alle Wörter die dekliniert werden können, können im Nominativ stehen. Diese sind: Nomen, Artikel, Pronomen, Adjektive und Numerale.

Was ist Nominativ und Akkusativ?

Der Nominativ ist der erste Fall des Kasus und der Akkusativ ist der vierte Fall.

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