Objekt

Das Objekt ist ein erweiterndes Satzglied, das die beiden Satzglieder Subjekt und Prädikat ergänzt. In diesem Artikel lernst du, was ein Objekt ist und wie du es im Satz bestimmst.

Was ist ein Objekt?

Ein Satz besteht immer mindestens aus den beiden Satzgliedern Subjekt und Prädikat. In der deutschen Sprache wird ein Satz jedoch häufig durch ein Objekt erweitert. Dabei handelt es sich um eine grammatische Ergänzung, die vom Prädikat des Satzes gefordert wird. Objekte können Nomen oder Pronomen sein.

🎓 Merke
Du kannst Objekte durch Artikel, Adjektive oder auch Nebensätze verlängern.

Beispiel
➡️ Artikel + Nomen: Ella hat einen Kater.
➡️ Artikel + Adjektive + Nomen: Ella hat einen kleinen, süßen Kater.
➡️ Artikel + Adjektiv + Relativsatz: Ella hat einen Kater, der immer auf dem Sofa liegt.

Subjekt Prädikat Objekt

Das Subjekt, das Prädikat und das Objekt sind die wesentlichen Bestandteile eines Satzes. Ein Satz braucht mindestens ein Subjekt und ein Prädikat, um Sinn zu ergeben. Das Objekt ist für einen Satz nicht notwendig, aber es wird sehr häufig im Deutschen benutzt.

Ein Subjekt kann ein Nomen oder ein Pronomen sein. Es stimmt grammatikalisch mit dem Verb überein und ist seine wichtigste Ergänzung. Außerdem hat das Subjekt immer den Kasus (Fall) Nominativ. Das Prädikat ist der Kern eines Satzes. Es handelt sich dabei um ein Verb oder eine Verbindung von mehreren Verben. Es gibt keine vollständigen Sätze ohne Prädikat, weil das Prädikat die Hauptaussage eines Satzes bestimmt.

Objekt bestimmen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Objekt im Satz zu erkennen. Zum Beispiel handelt es sich bei einem Objekt immer um ein Nomen oder ein Pronomen mit einem bestimmten Kasus. Außerdem steht das Objekt niemals im Nominativ. Nach dem Objekt kannst du immer fragen, weil es entweder im Genitiv, Dativ oder Akkusativ steht. 

Im Deutschen gibt es vier verschiedene Arten von Objekten, die unterschiedlich bestimmt werden. Im Folgenden lernst du, welche Arten von Objekten es gibt und wie du sie bestimmen kannst.

Genitivobjekt

Ein Genitivobjekt steht immer im Genitiv, also im zweiten Fall. Heutzutage wird das Genitivobjekt nur noch sehr selten verwendet, weil es im natürlichen Sprachgebrauch inzwischen oft durch einen Dativ ersetzt wird. Du fragst nach dem Genitiv mit der Frage „Wessen?“

Beispiele
➡️ Lisa beschuldigt Max des Diebstahls.Wessen? des Diebstahls
➡️ Lisa erfreut sich bester Gesundheit.Wessen? bester Gesundheit

🔴 Wichtig
Das Genitivobjekt wird oft mit dem Genitivattribut verwechselt, obwohl beide Satzglieder verschiedene Funktionen im Satz erfüllen. Das Genitivobjekt wird von dem Prädikat des Satzes bestimmt. Ein Genitivattribut wird von einem Nomen im Satz bestimmt und es ist häufig mit anderen Objekten (z. B. Akkusativobjekte) des Satzes verbunden.

Beispiele
➡️ Genitivattribut: Lisa streichelt das Fell des Hundes.
➡️ Genitivobjekt: Max erinnert sich dessen nicht.

Dativobjekt

Das Dativobjekt wird heutzutage immer noch verwendet. Es steht immer im dritten Fall, also im Dativ und kommt auch als Ergänzung zum Akkusativ vor. Das Dativobjekt kannst du auch indirektes Objekt nennen. Du kannst es mit den Fragen „Wem?“ oder „Was?“ bestimmen.

Beispiele
➡️ Max schreibt Lisa einen Brief.Wem? Lisa
➡️ Lisa überlässt ihrer Familie die Entscheidung.Wem? ihrer Familie

Akkusativobjekt

Das Akkusativobjekt wird auch direktes Objekt genannt. Es hat einen direkten Zusammenhang mit dem Prädikat eines Satzes. Du bestimmst das Akkusativobjekt mit den Fragen „Wen?” oder „Was?”

Beispiele
➡️ Lisa füttert den Hund.Wen? den Hund
➡️ Die Katze jagt die Maus.Wen? die Maus

Präpositional Objekt

Ein Präpositional Objekt ist immer ein Nomen oder ein Pronomen, das zusammen mit einer Präposition steht. Die Präposition wird vom Verb des Satzes bestimmt und legt den Kasus des jeweiligen Nomens fest. Dabei verliert die Präposition ihre eigentliche Bedeutung. Du kannst ein Präpositionalobjekt mithilfe der Präposition und eines Fragewortes erfragen.

Beispiele
➡️ Max denkt an Lisa. →An wen? an Lisa
➡️ Lisa wartet auf ihre Mutter. → Auf wen? auf ihre Mutter

Objektpronomen

Pronomen ersetzen Nomen in einem Satz, damit sich die Wörter nicht so oft wiederholen. Dadurch kannst du deinen Sprachgebrauch verbessern. Akkusativobjekte und Dativobjekte können ebenfalls durch sogenannte Objektpronomen ersetzt werden. Die Anzahl der Objektpronomen im Akkusativ und im Dativ und die Anzahl der Personalpronomen im Nominativ sind gleich. 

Ein Objektpronomen im Akkusativ kannst du auch direktes Objektpronomen nennen. Das Objektpronomen im Dativ heißt auch indirektes Objektpronomen. In der folgenden Tabelle findest du alle Objektpronomen. Außerdem kannst du erkennen, welchen Personalpronomen sie entsprechen.

Personalpronomen im NominativObjektpronomen im DativObjektpronomen im Akkusativ
ichmirmich
dudirdich
erihmihn
sieihrsie
esihmes
wirunsuns
ihreucheuch
sieihnensie

Beispiele
➡️ Lisa füttert den Hund. → Lisa füttert ihn.
➡️ Max schreibt Lisa einen Brief. → Max schreibt ihr einen Brief.

Sätze mit zwei Objekten

In einem Satz können auch zwei Objekte gleichzeitig auftauchen. Meistens handelt es sich dabei um eine Kombination aus einem Akkusativobjekt und einem Dativobjekt. Die Objekte stehen als Nomen im Satz, wenn sie nicht durch ein Objektpronomen ersetzt wurden.

Beispiele
➡️ Max schenkt Lisa eine Mütze.
➡️ Max schenkt ihr eine Mütze.
➡️ Max schenkt sie Lisa.
➡️ Max schenkt sie ihr.

🎓 Merke
Das direkte Objektpronomen steht vor dem Objekt immer im Dativ. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Dativobjekt ein Nomen oder ein Pronomen ist.

Zusammenfassung

1. Das Objekt ist ein Satzglied, das von dem Verb eines Satzes bestimmt wird. Es ist eine Ergänzung zu dem Subjekt und dem Prädikat.

2. Ein Objekt im Satz ist immer ein Nomen oder ein Pronomen. Du kannst es erkennen, indem du die richtige Frage für den jeweiligen Kasus stellst. Objekte können im Genitiv, im Dativ oder im Akkusativ vorkommen.

3. Präpositionale Objekte werden immer von einer Präposition begleitet. Dabei ist die Präposition immer vom Verb des Satzes abhängig.

4. Akkusativobjekte und Dativobjekte können durch Objektpronomen ersetzt werden. Ein Objektpronomen im Dativ heißt auch indirektes Objektpronomen. Das Pronomen für das Akkusativobjekt wird auch direktes Objektpronomen genannt.

5. In einem Satz können mehrere Objekte gleichzeitig auftauchen. Meistens stehen ein Dativobjekt und ein Akkusativobjekt im selben Satz.

Häufige Fragen

Was ist das Objekt Beispiel?

Ein Objekt ist ein Satzglied. Es taucht ergänzend zum Subjekt und zum Prädikat auf. Ein Objekt kann ein Nomen (z. B. der Hund) oder ein Pronomen (z. B. ihn) sein. Das Verb eines Satzes bestimmt, welche Art von Objekt (z. B. Akkusativobjekt, Dativobjekt oder Genitivobjekt) im Satz vorkommt.

Wie definiert man ein Objekt?

Ein Objekt ist ein ergänzendes Satzglied. Es handelt sich dabei entweder um ein Nomen oder ein Pronomen. Es steht entweder im Akkusativ, im Dativ oder im Genitiv. Das Verb eines Satzes legt fest, welchen Fall das Objekt hat.

Wie fragt man nach dem Objekt?

Es gibt vier Arten von Objekten, die in einem Satz auftauchen können. Das Genitivobjekt (Wessen?), das Akkusativobjekt (Wen? oder Was?), das Dativobjekt (Wem? oder Was?) und das präpositionale Objekt (Wen? Wem? oder Was?)

Was ist in einem Satz das Objekt?

Ein Objekt ist eine Satzergänzung. Es wird von dem jeweiligen Verb des Satzes bestimmt und kann entweder im Akkusativ, im Dativ oder im Genitiv stehen. Außerdem gibt es das sogenannte präpositionale Objekt, das immer von einer Präposition begleitet wird.

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