Satzglieder bestimmen

Es gibt vier Satzglieder im Deutschen, aus denen alle deutsche Sätze bestehen. In diesem Artikel lernst du, wie du die einzelnen Satzglieder bestimmen kannst und welche Funktion die Satzglieder im Satz übernehmen.

Was sind Satzglieder?

Die vier Satzglieder sind Subjekt, Prädikat, Objekt und Adverbiale-Bestimmung. Jedes Satzglied hat seine eigene Funktion im Satz.

Satzglieder sind eigenständige Einheiten, aus einem oder mehreren Worten, die in verschiedenen Reihenfolgen im Satz auftreten können. Es gibt drei Methoden, um Satzglieder zu bestimmen.

Mit der Umstellprobe und der Austauschprobe kannst du feststellen, ob ein Wort oder eine Wortgruppe ein Satzglied ist.

Danach kannst du mithilfe bestimmter Fragewörter (z. B. Wer? Wo? Wie?) herausfinden, um welches Satzglied es sich handelt.

Wie du die Proben anwenden kannst und mit welchen Fragewörtern du die Satzglieder bestimmen kannst, lernst du später. 

Satzglieder bestimmen Tabelle – Übersicht 

In diesem Kapitel lernst du, Satzglieder zu erkennen und ihre Funktion zu bestimmen. Darüber hinaus lernst du, warum manche Sätze mehr Satzglieder brauchen als andere Sätze.

🎓 Merke
Jeder Satz hat ein Subjekt und ein Prädikat.

Subjekt bestimmen

Das Subjekt des Satzes ist die Person oder der Gegenstand, der handelt oder eine bestimmte Eigenschaft hat.

Subjekte bestehen immer aus einem Nomen, Pronomen, Eigennamen oder einer Nominalisierung im Nominativ und können durch Artikel, Adjektive oder auch Relativsätze verlängert werden. 

Beispiel
➡️ Tauben sind friedliche Tiere.

WortartBeispiel
NomenTauben sind friedliche Tiere.
EigennamePeter kauft heute ein.
PronomenIch habe heute viel gelernt.
NominalisierungBewegung ist gesund.
Mögliche Bestandteile des SubjektesBeispiel
Artikel + NomenDas Schloss ist wunderschön.
Artikel + Adjektiv + NomenDas prächtige Schloss steht auf einem Berg.
Artikel + Nomen + RelativsatzDer Gärtner, der immer so nett war, geht in Rente.

Das Subjekt steht in den Beispielen an erster Stelle, weil Sätze im Deutschen typischerweise mit dem Subjekt beginnen. Es kann jedoch auch an einer anderen Position im Satz stehen.

Beispiele
➡️ Den Ball wirft Marlene zu Peter.
➡️ Der kleinen Jenny habe ich heute ein Buch vorgelesen.

Prädikat bestimmen

Das Prädikat ist neben dem Subjekt, das Satzglied, das in jedem Satz zu finden ist. Es stellt die Handlung oder die Eigenschaft des Subjektes dar.

Prädikate bestehen aus mindestens einem konjugierten Verb, können aber auch aus mehreren Verben oder einer Verbklammer bestehen. Vollverben können alleine oder mithilfe von Hilfsverben oder Modalverben das Prädikat bilden. In allen Hauptsätzen steht das konjugierte Verb an zweiter Stelle und kann nicht verschoben werden. 

PrädikatBeispiel
VollverbIch gebe dem Kellner ein großzügiges Trinkgeld.
Prädikat als Verbklammer
Hilfsverb (haben) + Vollverb (einkaufen) als Partizip 2Ich habe heute viel gelernt.
Partikel Verb: einkaufenPeter kauft heute ein.
Modalverb (wollen) + Vollverb (einkaufen) als InfinitivPeter wollte heute einkaufen.

Das Prädikat gilt als wichtigstes Satzglied. Je nachdem, welches Verb benutzt wird, muss der Satz durch weitere Satzglieder ergänzt werden. Man ergänzt Sätze, indem man ein, oder auch mehrere, Objekte oder Adverbialen-Bestimmungen zu dem Satz hinzufügt.

Es gibt Verben, wie essen oder schlafen, die auch Sinn ergeben, wenn sie nicht durch andere Satzglieder ergänzt werden. 

Beispiele
➡️ Sie schläft.
➡️ Sie schläft auf einer Decke unter dem großen Baum.

Verben wie aufhängen oder dauern müssen durch weitere Satzglieder ergänzt werden, da sonst wichtige Informationen fehlen.

Beispiele
➡️ Sie hängt auf.
➡️ Sie hängt das Bild auf. ✅ 

Objekt bestimmen

Das Objekt ist eine der beiden Möglichkeiten, den Satz mit weiteren Informationen zu versehen. Objekte werden dann benötigt, wenn das Subjekt mit jemandem oder etwas interagiert. Das Objekt ist dabei derjenige oder dasjenige, mit dem etwas passiert oder das etwas empfängt.

Beispiel
➡️ Sie hängt das Bild auf.

Objekte bestehen wie Subjekte auch aus Nomen, Eigennamen, Pronomen oder Nominalisierungen. Sie können ebenfalls Artikel, Adjektive oder Relativsätze beinhalten.

Objekte stehen normalerweise hinter dem Prädikat, können aber auch an anderen Position im Satz stehen. 

Im Deutschen gibt es vier Arten von Objekten. Es gibt das Akkusativobjekt, das Dativobjekt und das Genitivobjekt, welche du mit den jeweiligen Fragewörtern für die vier Kasus erfragen kannst. Das Präpositionalobjekt ist die vierte Objektart. 


1. Das Akkusativobjekt ist das am häufigsten genutzte Objekt und wird auch direktes Objekt genannt.

Beispiele 
➡️ Marlene wirft den Ball zu Peter.  
➡️ Ihre Hände wäscht Jenny häufig. 


2. Das Dativobjekt wird auch indirektes Objekt genannt. Das Dativobjekt empfängt etwas vom Subjekt. 

Beispiele
➡️ Jenny hilft ihrem Cousin.
➡️ Ich gebe dem Pferd einen Apfel. 


3. Das Genitivobjekt wird im Alltag kaum noch verwendet. Es dient dazu, anzuzeigen, dass das Subjekt etwas oder jemanden besitzt oder an etwas teilhat.

Beispiele 
➡️ Jennys Cousin bedarf viel Unterstützung.
➡️ Das Auto ist meins


4. Das Präpositionalobjekt ist eine Wortgruppe, die mit einer Präposition beginnt. Wichtig ist dabei, dass die Präposition ihre eigentliche Bedeutung verliert. Nur Verben mit Präpositionen können ein Präpositionalobjekt haben, da die Präposition des Verbs, Teil des Objektes wird. 

Beispiele
➡️ Jenny steht vor einer großen Entscheidung.
➡️ Der alte Mann regt sich über alles auf.

Adverbiale Bestimmung

Die Adverbiale-Bestimmung wird auch Adverbial genannt. Adverbiale-Bestimmungen dienen dazu, ergänzende Informationen hinzuzufügen.

Das können Informationen über das Subjekt oder Prädikat sein, aber auch generelle Informationen über die stattfindende Handlung. Adverbiale-Bestimmungen können ebenfalls aus mehr als einem Wort bestehen und können zudem an verschiedenen Stellen im Satz stehen.

Adverbiale-Bestimmungen können aus Adverbien, Adjektiven, Präpositionalobjekten oder Nomen bestehen. Unterteilt werden Adverbiale Bestimmungen in Temporaladverbial, Lokaladverbial, Modaladverbial und Kausaladverbial.

1. Temporaladverbial
Das Temporaladverbial gibt Auskunft über die Zeit, in der die Handlung des Subjektes stattfindet. Du kannst Temporaladverbiale an Adjektiven wie gestern, heute, Adverbien wie danach, oft, endlich oder Nominalphrasen wie gestern Abend erkennen. 

Beispiele
➡️ Morgen will Jenny einen Kuchen backen. 
➡️ Ich gehe täglich joggen. 

2. Lokaladverbial
Das Lokaladverbial gibt Auskunft über den Ort, an dem eine Handlung stattfindet. Erkennen kannst du es an Adverbien wie in, da, dort oder Präpositionalobjekten wie in (Frankreich), unter (dem Bett), im (Auto)

Beispiele
➡️ In der Türkei scheint häufig die Sonne. 
➡️ Peter geht im Wald spazieren. 

3. Modaladverbiale
Modaladverbiale geben Auskunft über die Art und Weise, wie das Subjekt etwas tut. Das geschieht häufig durch Adjektive wie gemütlich, hektisch, entspannt oder durch Nominalphrasen

Beispiele
➡️ Jenny sitzt gemütlich im Garten. 
➡️ Marlene zerschneidet das Gemüse mit einem Messer.

4. Kausaladverbial
Das Kausaladverbial zeigt den Grund an, warum das Subjekt etwas tut oder warum etwas geschieht. Häufig bestehen Kausaladverbien aus Nomen wie Angst, Freude oder aus Präpositionalobjekten wie zur Belustigung (der Kinder)

Beispiele
➡️ Peter jubelte vor Freude
➡️ Weil mein Auto kaputt ist, fahre ich zur Werkstatt. 

Sätze können auch mehr als eine Adverbiale-Bestimmung haben.

Subjekt PrädikatTemporal-adverbialLokal-adverbialModal-adverbialKausal-adverbial
Jenny wohntseit gesternauf dem Landzur Freude ihrer Tante.
Peterschläfttief und festweil er erschöpft ist.
Ich arbeiteab sofortonline.

Methoden, um die Satzglieder zu bestimmen

Es gibt drei Methoden, mit denen du Satzglieder ganz einfach bestimmen kannst.

Mit der Umstellprobe und der Austauschprobe kannst du bestimmen, ob ein Wort oder eine Wortgruppe ein Satzglied bildet. Mit bestimmten Fragewörtern kannst du dann in einem nächsten Schritt herausfinden, um welches Satzglied es sich handelt.

Satzglieder bestimmen – Umstellprobe

Bei der Umstellprobe wird getestet, ob der Satz grammatikalisch richtig bleibt und Sinn ergibt, wenn eine Wortgruppe die Position wechselt. Wenn ja, handelt es sich bei dieser Wortgruppe um ein Satzglied.

Das topologische Feldermodell ist dabei ein sinnvoller Ansatz. Bei diesem Modell wird der Satz in fünf Bereiche unterteilt. Die Position der Verben, die das Prädikat bilden, ist vorgeben, die drei restlichen Positionen sind frei zuordenbar. Nicht alle Felder müssen bei allen Sätzen belegt sein.

Wenn du wissen möchtest, ob ein Wort oder eine Wortgruppe ein Satzglied ist, kannst du es einfach in das Vorfeld stellen. Bleibt der Satz grammatikalisch richtig und sinnvoll, handelt es sich um ein Satzglied.

Beispielsatz
➡️ Marlene hat den leckeren Kuchen gegessen.

In der Tabelle siehst du den Test, ob den leckeren Kuchen ein Satzglied ist.

VorfeldKonjugiertes VerbMittelfeldUnkonjugiertes VerbNachfeldrichtig/falsch
Marlenehatden leckeren Kuchengegessen.
Den leckerenhat Kuchen gegessen Marlene.den leckeren ist kein Satzglied.
Den leckeren  KuchenhatMarlenegegessen.

Da der Satz grammatikalisch richtig bleibt und Sinn ergibt, wenn „den leckeren Kuchen“ am Anfang steht, handelt es sich um ein Satzglied. 

💡 Tipp
Wenn du deine Sätze abwechslungsreicher gestalten willst, kannst du die Reihenfolge der Satzglieder, wie bei dem topologischen Feldermodell gezeigt, verändern. So schaffst du mehr Abwechslung und deine Texte hören sich interessanter an.

Satzglieder bestimmen – Austauschprobe

Eine andere Möglichkeit zu testen, ob es sich bei einem Wort oder einer Wortgruppe um ein Satzglied handelt, ist die Austauschprobe.

Jedes Satzglied kann durch ein Satzglied derselben Art ersetzt werden. Ein Prädikat kann beispielsweise durch ein anderes Prädikat, aber nicht durch ein Akkusativobjekt ersetzt werden.

Zusätzlich können Subjekte und Objekte durch Pronomen ersetzt werden. 

Beispiel 1: Austausch von potenziellen Satzgliedern mit Pronomen
➡️ Marlene hat den leckeren Kuchen gegessen.

1. Austauschprobe: Marlene
➡️ Sie hat den leckeren Kuchen gegessen. ✅ 

2. Austauschprobe: den leckeren
➡️ Marlene hat ihn Kuchen gegessen.
Den leckeren ist kein Satzglied und kann deswegen nicht durch ein Pronomen ersetzt werden.

3. Austauschprobe: den leckeren Kuchen
➡️ Marlene hat ihn gegessen.

Beispiel 2: Austausch von potenziellen Satzgliedern mit einem anderen Satzglied derselben Art. 
➡️ Marlene hat den leckeren Kuchen gegessen.

1. Austauschprobe: Marlene
➡️ Peter hat den leckeren Kuchen gegessen.

2. Austauschprobe: den leckeren Kuchen
➡️ Marlene hat dem Tortenguss gegessen.
Ein Akkusativobjekt kann nicht durch ein Dativobjekt ersetzt werden.

3. Austauschprobe: den leckeren Kuchen
➡️ Marlene hat das Brötchen gegessen.

Satzglieder bestimmen – Fragewörter

Anhand von Fragewörtern kannst du ganz einfach erkennen, um welches der vier Satzglieder (Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbiale-Bestimmung) es sich handelt. 

1. Das Subjekt erkennen
Das Subjekt, also die Person oder der Gegenstand, der handelt oder eine Eigenschaft hat, steht immer im Nominativ, kann deswegen mit, wer oder was erfragt werden.

Beispiele
➡️ Den Ball wirft Marlene zu Peter.
Wer oder was wirft den Ball zu Peter? Marlene

➡️ Der Gärtner, der immer so nett war, geht in Rente.
Wer oder was geht in Rente? Der Gärtner, der immer so nett war


2. Das Prädikat erkennen
Das Prädikat drückt die Handlung oder die Verbindung zur Eigenschaft des Subjektes aus und kann durch das Subjekt erfragt werden. 

Beispiele
➡️ Den Ball wirft Marlene zu Peter.
Was tut Marlene? werfen

➡️ Marlene hat den leckeren Kuchen gegessen?
Was tat Marlene? hat gegessen


3. Das Objekt erkennen
3.1. Ob ein Satzglied ein Akkusativobjekt ist, kannst du mit, wen oder was erfragen.

Beispiele
➡️ Marlene hat den leckeren Kuchen gegessen.
Wen oder was hat Marlene gegessen? den leckeren Kuchen

➡️ Ich gebe ihm seinen Stift zurück.
Wen oder was gebe ich ihm zurück? seinen Stift


3.2. Dativobjekte kannst du mit, wem oder was erfragen.

Beispiele
➡️ Marlene gibt dem Hund einen Knochen.
Wem oder was gibt Marlene einen Knochen? dem Hund

➡️ Ich gebe ihm seinen Stift zurück.
Wem oder was gebe ich den Stift zurück? ihm


3.3. Ist ein Satzglied ein Genitivobjekt, kann es mit wessen erfragt werden.

Beispiele
➡️ Wir gedenken der Toten.
Wessen Bluse ist das? der Toten

➡️ Der Polizist verdächtige sie des Diebstahls.
Wessen verdächtigte der Polizist sie? des Diebstahls


3.4. Präpositionalobjekte werden mit der Präposition von dem Verb und einem Fragewort erfragt, beispielsweise mit an was, über was oder vor was.

Beispiele
➡️ Jenny denkt häufig an Marlene.
An wen denkt Jenny häufig? an Marlene

➡️ Der alte Mann regt sich über die Politik auf.
Über was regt sich der alte Mann auf? über die Politik


4. Das Adverbial erkennen
4.1. Temporaladverbiale geben Auskunft über die Zeit, in der etwas geschah und können mit, wann erfragt werden.

Beispiele
➡️ Gestern habe ich einen Tee getrunken.
Wann habe ich einen Tee getrunken? Gestern

➡️ Er fliegt bald nach Amerika.
Wann fliegt er nach Amerika? bald


4.2. Du kannst mit der Frage wo herausfinden, ob es sich um ein Lokaladverbial handelt.

Beispiele
➡️ Jenny schwamm in dem kleinen See.
Wo schwamm Jenny? in einem kleinen See

➡️ Peter und seine Freunde treffen sich immer dort.
Wo treffen sich Peter und seine Freunde? dort


4.3. Modaladverbiale drücken aus, wie das Subjekt etwas getan hat, deswegen kannst du diese mit dem Fragewort wie identifizieren.

Beispiele
➡️ Peter geht gemütlich nach Hause.
Wie geht Peter nach Hause? gemütlich

➡️ Er geht in aller Ruhe zur U-Bahn.
Wie geht er zur U-Bahn? in aller Ruhe


4.4. Kausaladverbiale kannst du erfragen, indem du nach dem Grund fragst, Fragewörter dafür sind wieso, weshalb oder warum?

Beispiele
➡️ Um sich zu entspannen, flog Jenny in den Urlaub.
Wieso flog Jenny in den Urlaub? um sich zu entspannen

➡️ Jenny macht Sport, um fit zu werden.
Warum macht Jenny Sport? um fit zu werden

💡 Tipp
Um Adverbiale-Bestimmungen und Präpositionalobjekte einfach zu unterscheiden, musst du nur darauf achten, wie du nach dem jeweiligen Satzglied fragst.

Bei Präpositionalobjekten beinhaltet die Frage immer eine Präposition und ein Fragewort (vor was? an wen? über was?).

Bei Adverbialen-Bestimmungen fragst du ausschließlich mit dem Fragewort (wo? wann? weshalb? warum?). Außerdem bleibt bei Adverbialen-Bestimmungen der Satz grammatikalisch richtig, wenn du die Präposition gegen eine andere austauschst.

Bei Präpositionalobjekten kannst du die Präposition nicht gegen eine andere Präposition eintauschen.

Beispiele
➡️ Sie denkt an Jenny.
Frage: an wen?
Andere Präposition: Sie denkt bei Jenny
Da die Präposition (an) nicht getauscht werden kann, und mithilfe einer Präpositon erfragt wird handelt es sich hierbei um ein Präpositonalobjekt.

➡️ Sie steht an der Kasse.
Frage: wo?
Andere Präposition: Sie steht hinter der Kasse
Da das fragliche Satzglied nur mithilfe eines Fragwortes erfragt werden kann, und die Präposition ausgetauscht werden kann handelt es sich um eine Adverbiale-Bestimmung.

Satzglieder bestimmen – Beispiele

In diesem Kapitel findest du zwei Beispiele für die Bestimmung von Satzgliedern. Dieser Prozess besteht jeweils aus drei Schritten.

1. Beispiel für Anfänger:innen
➡️ Marlene arbeitet in einer Bäckerei. 

Schritt 1: Führe die Umstellprobe durch, um zu erkennen, welches Wort oder welche Wortgruppe ein Satzglied bildet.

VorfeldKonjugiertes VerbMittelfeldUnkonjugiertes VerbNachfeld
MarlenearbeitetIn einer Bäckerei
In einer BäckereiarbeitetMarlene

Schritt 2: Finde mit der Austauschprobe heraus, ob du ein Wort oder eine Wortgruppe durch ein Pronomen oder ein Satzglied der gleichen Art ersetzen kannst. 

VorfeldKonjugiertes VerbMittelfeldUnkonjugiertes VerbNachfeld
Marlenearbeitetin einer Bäckerei
Sie ist dort 

Schritt 3: Finde anhand der Fragewörter heraus, was für Satzglieder in dem Satz sind.

➡️ Marlene arbeitet in einer Bäckerei.
Subjekt: Wer oder was? Marlene
Prädikat: Was macht Marlene? Arbeiten
Lokale Adverbiale Bestimmung: Wo? In einer Bäckerei

Beispiel 2 für fortgeschrittene Lernende
➡️ Peter will heute Tennis spielen.

Schritt 1: Führe die Umstellprobe durch, um zu erkennen, welches Wort oder welche Wortgruppe ein Satzglied bildet.

VorfeldKonjugiertes VerbMittelfeldUnkonjugiertes VerbNachfeld
PeterwillHeute/Tennisspielen.
HeutewillPeter/Tennisspielen.
Tennis willPeter/heutespielen.

Schritt 2: Finde mit der Austauschprobe heraus, ob du ein Wort oder eine Wortgruppe durch ein Pronomen oder ein Satzglied der gleichen Art ersetzen kannst. 

VorfeldKonjugiertes VerbMittelfeldUnkonjugiertes VerbNachfeld
Peter willheute/Tennisspielen.
Ermöchtejetzt/Fußballgucken.

Schritt 3: Finde anhand der Fragewörter heraus, was für Satzglieder in dem Satz sind.

➡️ Peter will heute Tennis spielen.
Subjekt: Wer oder was? Peter
Prädikat: Was tut Peter? Er will spielen
Temporaladverbial: Wann? Heute
Akkusativobjekt: Wen oder was? Tennis

Zusammenfassung 

1. Jedes Satzglied übernimmt eine bestimmte Funktion im Satz.

2. Es gibt vier Satzglieder im Deutschen, das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die Adverbiale- Bestimmung.

3. Das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung haben jeweils vier Unterkategorien.

4. Bis auf das Prädikat können alle Satzglieder an verschiedenen Stellen im Satz stehen.

5. Du kannst Satzglieder bestimmen, indem du mit der Austausch– und Umstellprobe testest, was die Satzglieder im Satz sind. Danach kannst du die Satzglieder mithilfe von Fragewörtern ganz einfach bestimmen. 

Häufige Fragen

Wie heißen die 5 Satzglieder?

Das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung sind die vier Satzglieder. Das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung haben jeweils vier Unterkategorien.

Wie heißen die 8 Satzglieder?

Es gibt vier Satzglieder, das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung. Das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung haben jeweils vier Unterkategorien. Jedes Satzglied kann man anhand von Fragewörtern ganz einfach bestimmen.

Wie viele Satzglieder gibt es?

Es gibt vier Satzglieder. Das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung. Das Objekt und die Adverbiale-Bestimmung haben jeweils vier Unterkategorien.

Welche Satzglieder gibt es und wie fragt man danach?

Es gibt das Subjekt, das Prädikat, das Objekt und die Adverbiale Bestimmung. Nach dem Subjekt fragt man mit wer oder was, das Prädikat erfragt man, indem man nach dem Subjekt fragt. Nach dem Objekt fragt man mit den Fragewörtern der vier Kasus, nach den Adverbialen-Bestimmungen mit verschiedenen Fragen.

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